Die iranischen Kurden feiern die irakische Verfassung

Wext: Monday, 30.August. @ 00:00:00 CEST

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Zusammenstösse in mehreren Städten

Neue Zürcher Zeitung —
Nach Demonstrationen und Tumulten in mehreren grösseren Städten im Westen Irans sind laut kurdischen Quellen Mitte dieser Woche über 100 Personen festgenommen worden. Betroffen von den Unruhen sind laut diesen Quellen die Städte Mahabad, Piranshar, Bukan, Sardasht und Sanandaj, in denen am Dienstag Tausende einheimische Kurden auf die Strassen strömten, um die Unterzeichnung der neuen irakischen Übergangsverfassung zu feiern. Für die Kurden, die im Irak und in Iran, in Syrien und in der Türkei leben, verkörpert diese Verfassung die Verwirklichung einer nationalen Aspiration.

Sie garantiert nämlich den Kurden des Nordiraks weitgehende Autonomie und anerkennt erstmals in der Region eine föderale Staatsform. Kurdisch wird zudem neben dem Arabischen zur zweiten offiziellen Sprache des Staates.

Für die rund sechs Millionen Kurden in der Islamischen Republik symbolisiert die neue irakische Verfassung, die trotz dem Widerstand gewichtiger schiitischer Vertreter in Kraft gesetzt wurde, wohl einen Sieg über die Schiiten schlechthin.

Ruf nach Demokratie und Unabhängigkeit.
An den Demonstrationen in der Stadt Mahabad haben laut Angaben der Demokratischen Partei Kurdistans in Iran (KDPI) mehr als 50 000 Personen teilgenommen. Die Menschenmenge habe sich auf dem zentralen Platz der Stadt versammelt, wo vor genau 58 Jahren der erste kurdische Staat ausgerufen worden war, der unter dem Namen «Republik von Mahabad» in die Geschichte eingegangen ist. Diese überlebte unter dem Schutz der Sowjetunion ein Jahr lang, bis im Dezember 1946 die iranische Armee in die Stadt einmarschierte.

Die Demonstrationen vom letzten Dienstag arteten offenbar rasch in Zusammenstösse aus. Laut den kurdischen Berichten begann die Menschenmenge «Demokratie für Iran» und «Unabhängigkeit für Kurdistan» zu rufen, worauf die Sicherheitskräfte intervenierten. Die Demonstranten bewarfen öffentliche Gebäude und Banken mit Steinen und steckten einige in Brand. In der Stadt Marivan sollen die Sicherheitskräfte auf die Demonstranten geschossen und eine unbekannte Zahl von Personen verletzt haben.

Wie die iranische Zeitung «Jumhuri Islami» berichtete, haben die Kurden Marivan kurz unter ihre Kontrolle gebracht und das Denkmal für einen lokalen «Basij» umgestürzt, einen jener Freiwilligen, die während des Iran-Irak-Kriegs zu Tausenden auf die Schlachtfelder geworfen worden waren. Die Basij-Statuen gelten als Monumente der Islamischen Republik. In dem von Kurden bewohnten Westen Irans herrscht laut der Nachrichtenagentur Kurdishmedia seither die Ausgangssperre. Der Verkehr zwischen den grösseren Städten sei weitgehend eingestellt worden.

it. Athen, 11. März










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